Der SV Fortuna Bottrop meisterte allen Personalproblemen zum Trotz das Auswärtsspiel beim TuS Mündelheim und siegte in Duisburg mit 2:1. „Ich bin stolz auf die Jungs“, erklärte Sebastian Stempel, der zusammen mit Klarenc Mehmeti und Patrick Frejno aus der Reserve ebenfalls als Ersatzspieler auf der Bank Platz genommen hatte.

Zum Einsatz kam es für keinen der drei „Notnagel“. „Die Elf haben auf die Zähne gebissen. Das ist in dieser Situation ein ganz besonderer Dreier für uns“, so Stempel. An diesem Wochenende ging es für die Bottroper ziemlich heiß her. Insgesamt schickte der Schiedsrichter drei Akteure mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen, auf Bottroper Seite erwischte es Cem Sakiz (79. Minute) wegen eines taktischen Fouls, nachdem in der 64. und 76. Minute bereits zwei Mündelheimer durch den Unparteiischen aus dem Spiel genommen worden waren. Zudem gab es zwölf Gelbe Karten.

Mündelheim geht nach 30 Minuten in Führung

Doch es gab auch einige sportliche Highlights. Das erste konnten die Gastgeber verbuchen, doch Danny Große-Beck im Tor der Fortuna wehrte den Ball zur Ecke ab (3.). In der 12. Minute hatte der Keeper das Glück des Tüchtigen – Mündelheim scheiterte am Pfosten. Auch die Fortuna hatte so ihre Probleme mit dem Aluminium. Nach Vorlage von Sakiz ging Emre Kilics Kopfball an den Pfosten. Nach einer halben Stunde markierte Mündelheims Daniel Surkau nach einem Freistoß das 1:0. Pünktlich zur Halbzeitpause sorgte Kevin Wenderdel mit einem sicher verwandelten Elfmeter für Jubel bei den Rot-Weißen (43.) – Benedikt Kracke, der für David Molitor eingesprungen war, war unsportlich gestoppt worden.

Nach dem Seitenwechsel hatten Kilic und Volkan Sahin sehr gute Möglichkeiten, ihre Farben auf den Erfolgsweg zu bringen. Das gelang in der 73. Minute Kilic, der per Picke traf. In den Folgeminuten gab es durch die Platzverweise reichlich Platz auf dem Feld – doch beide Mannschaften konnten diese Freiräume nicht zu Treffern nutzen. In der 86. Minute verpassten Kilic und Sahin die endgültige Entscheidung. Aber es reichte auch so. „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, erklärte Stempel mit Nachdruck. „Gerade jetzt, wo wir derart Personalsorgen haben, ist es wichtig, dass die Mannschaft eng zusammenrückt.“

Bericht: WAZ Duisburg