Die Mannschaft von Sebastian Stempel setzt sich mit 4:1 gegen den Hamminkelner SV durch. Norman Hassenrück kommt um Platzverweis herum.

Keine Frage, das 4:1 (1:1) im Nachholspiel gegen den Hamminkelner SV war in allen Belangen enorm wichtig. In der Hinrunde hatten die Fortunen das Nachsehen, nun ließen die drei Punkte das Team von Sebastian Stempel auf einen einstelligen Tabellenplatz klettern. Der Weg war aber kein einfacher. „Das war so gar nicht der Plan. Aber wir haben es auch nicht gut gemacht. Wir standen vorn mit vier Leuten auf einer Linie, da war viel zu wenig Bewegung drin. In der Halbzeitpause haben wir diese Punkte angesprochen, dass wir dem Ball entgegenkommen müssen, dass wir Freistoßsituationen erzwingen müssen. Und in der zweiten Halbzeit lief es dann sehr viel besser.“

Schon nach vier Minuten hatten die Gäste mit ihrer Spielweise, aus einer sehr kompakten Defensive mit langen Bällen zu operieren, Erfolg. Tom Wirtz behauptete sich im Strafraum, traf den Ball optimal. Zwar reagierten die Fortunen auf das 0:1 nicht geschockt, doch fiel ihnen nur wenig ein, um die „grüne Wand“ zu durchdringen. Hamminkeln blieb das gefährlichere Team. Als Jörn Bergendahl über die rechte Außenbahn aufs Tor von Danny Große-Beck zulief, verhinderte Fortunas Norman Hassenrück mit einem üblen Foul das sichere 2:0. Schiedsrichter Dennis Lenzen hatte das Spiel sofort unterbrochen, ohne den Vorteil abzuwarten. Mit der Gelben Karte kam Hassenrück glimpflich davon. Bitter: Für Bergendahl war die Partie beendet.
Strickerschmidt erzielt den Ausgleich

Die Fortunen hatten so das Glück, nur einem Treffer hinterlaufen zu müssen – und das auch nur bis zur 34. Minute. Nach einem Schuss aus der zweiten Reihe unterlief einem Hamminkelner ein Handspiel, Tim Strickerschmidt setzte den Freistoß zum 1:1 in die Maschen. Das Glück blieb den Hausherren treu: In der 37. Minute parierte Große-Beck einen Freistoß und in der 45. Minute vergab der HSV eine Hundertprozentige.

Hin­ter­grund Runde Ge­burts­ta­ge zum run­den Rück­run­den­start

Mit dem Sieg gegen den HSV ge­lang dem SV For­tu­na nicht nur der er­hoff­te Start in die Pflicht­spiel­se­rie 2019. Gleich zwei Men­schen aus dem Trai­ner und Be­treu­er­team freu­ten sich mit dem 4:1 ganz be­son­ders be­schenkt.

Coach Se­bas­ti­an Stem­pel und Be­treu­er Ali Sakiz fei­er­ten an die­sem Nach­hol­spiel­tag runde Ge­burts­ta­ge. Ent­spre­chend laut­stark fiel der Tor­ju­bel von Cem Sakiz we­ni­ge Mi­nu­ten vor Ab­pfiff der Par­tie gegen den Hammin­kel­ner SV aus.

Bereits wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff war klar: Stempels Kabinenansprache war auf offene Ohren gestoßen. Zudem wirkte sich die Einwechslung von Gino Pöschl sehr belebend aus. Die Fortunen dominierten das Spiel und setzten die HSV-Abwehr deutlich unter Druck. Lange mussten sie auf ihren Lohn nicht warten. In der 53. Minute tickte Marcel Siwek einen Freistoß nur an, Pöschls Schuss landete in der Mauer, doch der fulminante Nachschuss von Matthias Beckfeld saß.

Die Fortuna setzte nach. In der 59. Minute scheiterte Nico Große-Beck mit einem Kopfball am HSV-Keeper, in der 67. Minute verpasste dann Pöschl sein Ziel nur knapp und in der 72. Minute vergab Sakiz in aussichtsreicher Position. Zwei Minuten später krönte Große-Beck seine Rückkehr nach Rheinbaben: Er setzte sich gegen drei Gegenspieler und den Torwart zum 3:1 durch. Hamminkeln fand in der Offensive kaum statt, so blieb auch der Schlusspunkt verdientermaßen der Fortuna vorbehalten: Sakiz vollendete in der 91. Minute zum 4:1.

Artikel: WAZ Bottrop