Trotz Wind-Unterbrechung gelingt ein 2:0-Erfolg gegen Stekrade 06/07. Thilo Grollmann und Tim Strickerschmidt treffen für die Fortuna.

Stürmisch ging es zu auf Rheinbaben, Windböen fegten über den Platz und fegten auch eine ganze Menge Fußball aus dem Spiel zwischen dem SV Fortuna und der Spielvereinigung Sterkrade 06/07. Die Bottroper kamen mit den Verhältnissen – und ihren Gegnern – insgesamt besser zurecht und entschieden die Begegnung mit 2:0 (1:0) für sich.

Mitte der Halbzeit hatte es allerdings auf der Kippe gestanden, ob die Partie überhaupt zu Ende geführt werden würde: Schiedsrichter Stefan Semir unterbrach für etwa 15 Minuten. „Vor dem Spiel war ich der Meinung, dass wir nicht spielen sollten. Aber beim Stand von 1:0 spricht man sich eben nicht für einen Abbruch aus, vor allem vor dem Hintergrund, dass man in der zweiten Halbzeit den Wind im Rücken hat“, gab Fortunas Trainer, Sebastian Stempel, nach dem Abpfiff unumwunden zu. „Es hatte was von Glücksspiel, wir haben dennoch versucht, einiges herauszuspielen.“

Mit Rückenwind macht Fortuna den Sieg klar

Zunächst jedoch profitierte Sterkrade von den Windverhältnissen, allerdings konnten sie daraus kein Kapital schlagen. Die beste Möglichkeit hatten die Gäste kurioserweise aus einem „ruhenden“ Ball: Einen Freistoß von Spielführer Phil Hevendehl fischte Fortunas Danny Große-Beck aus dem rechten Winkel seines Tores. Nach knapp zwanzig Minuten verfehlte der Torschuss von Tim Strickerschmidt das Ziel nur um Zentimeter. Maßgenau lief es nur eine Minute später. Dominik Wenderdel bediente nach einem Strickerschmidt-Freistoß per Kopf Thilo Grollmann, der zum 1:0 abschloss.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren mit Windunterstützung den Druck auf das gegnerische Tor. Das 2:0 hing geradezu in der Luft. In der 66. Minute war Thilo Grollmann in Sterkrades Strafraum nur noch unsportlich zu stoppen. Strickerschmidt verwandelte sicher zum 2:0. Sterkrade machte dagegen in Unterzahl weiter: Serkan Karaüzüm wurde mit Gelb-Rot vom Platz geschickt – und musste von seinen Mitspielern geradezu abgeführt werden. Die Fortunen hatten eine ganze Reihe guter Möglichkeiten. Und in der 85. Minute landete der Ball noch einmal im Tor – nach einem typischen Strickerschmidt-Freistoß, direkt verwandelt. Doch der Unparteiische hatte auf indirekten Freistoß entschieden. Die Fortuna konnte es verschmerzen: Sie kletterte durch den Sieg auf Rang sieben der Tabelle.

Bericht: Birgitt Schuknecht/WAZ Bottrop