Sebastian Stempel sieht eine deutliche Leistungssteigerung. Durch den 5:2-Erfolg gegen die DJK Vierlinden klettern die Bottroper auf Rang sieben.

Auf Rheinbaben ging es in den gut 90 Minuten kurzweilig zu; in der Partie zwischen dem SV Fortuna Bottrop und der DJK Vierlinden hätten deutlich mehr Tore fallen können – auf beiden Seiten. Dennoch: Der 5:2-Sieg der Hausherren geht in Ordnung, auch die Trefferdifferenz gibt die Kräfte- und Chancenverhältnisse adäquat wieder.

So wird die Einschätzung von Sebastian Stempel nachvollziehbar: „Das Tor am Ende war ein bisschen ärgerlich, aber wir waren durch die Verletzung von Norman Hassenrück ja nur zu zehnt“, sagte Fortunas Coach. „Wichtig sind die Punkte und dass die Mannschaft ein anderes Gesicht gezeigt hat als vor einer Woche.“

Zuschauer sehen viele Tore, aber auch viele Fehler

Die Treffer in den ersten 45 Minuten waren keine Ruhmesblätter für die jeweiligen Defensivreihen. Mit der Hereingabe von Cem Sakiz wussten die Gäste nicht viel anzufangen. Dieses Problem hatte Marcel Siwek nicht, als der Ball vor seinen Füßen landete: Nach 15 Minuten lag die Fortuna vorn.

Aber auch dem Ausgleich ging ein Fehler in der Abwehr voraus. Gino Pöschl geriet ein Zuspiel zu kurz; Vierlindens Edis Fazljija war der Nutznießer (27.). Der nächste Aussetzer unterlief der DJK. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs landete der Ball nicht bei einem Mitspieler, sondern bei Siwek. Auch das 3:1 war vor der Pause noch möglich, doch Pöschls Distanzschuss landete auf der Latte.

Tim Strickerschmidt sorgt für die Entscheidung

Die Fortuna zeigte nach dem Seitenwechsel, dass sie den Sack schnell zumachen wollte. In der 53. Minute umkurvte Matthias Beckfeld vier Gegenspieler, Siwek krönte den fußballerischen Leckerbissen mit dem 3:1. Die Gastgeber waren nun beflügelt, vergaben aber durch Pöschl zwei hochkarätige Möglichkeiten.

Vierlinden war also noch in Schlagweite, traf die Latte (61.) und drei Minuten später verhinderte Keeper Danny Große-Beck den Anschlusstreffer. In der 71. Minute beseitigte Tim Strickerschmidt nach Vorlage von Sakiz die Sorgen der rot-weißen Fangemeinde. Ebenso sehenswert das 5:1. Vierlindens Schlussmann parierte gegen Dominik Wenderdel Schuss, war jedoch bei Pöschls Nachschuss machtlos (82.). Das 5:2 in der dritten Minute der Nachspielzeit war nicht mehr von Belang.

Bericht: Birgitt Schuknecht/WAZ Bottrop