Fünf Alu-Treffer, acht Tore: Fortuna Bottrop zieht nach dem 5:3-Erfolg über Adler Osterfeld ins Kreispokal-Halbfinale ein.

Die Begegnung Fortuna Bottrop gegen Adler Osterfeld steht auch weiterhin für beste Fußball-Unterhaltung. Im zweiten Versuch des Kreispokal-Viertelfinales am Mittwochabend lieferten sich beide Teams über 120 Minuten einen packenden Schlagabtausch, den die Rheinbaben-Kicker am Ende verdient mit 5:3 für sich entschieden.

Satte 41 Treffer hatten sich die Bezirksligisten in den vergangenen sieben Duellen eingeschenkt – ein Schnitt von knapp sechs Toren pro Partie. Warum damit aufhören, dachten sich die Beteiligten am Mittwochabend auf Rheinbaben und liefen schnell wieder heiß.

Elfmeter nach 29 Sekunden für Adler Osterfeld

Adler legte vor, als Mehmet Gül nach handgestoppte 29 Sekunden im Strafraum von den Beinen geholt wurde und Ralf Thiel sicher verwandelte. Cem Sakiz Flanke auf die Latte (7.) signalisierte den knapp 150 Zuschauern, dass sich Fortuna nicht wie vor anderthalb Wochen überrollen lassen würde.

Im Gegenteil: Die Elf von Sebastian Stempel glich in Minute 22 aus, als eine harmlose Flanke von Gino Pöschl Osterfelds Keeper Kevin Strauch durch die Finger glitt. In die Bottroper Druckphase konterten die Adler dann erfolgreich. Gül schickte den pfeilschnellen Artur Klujew auf die Reise, der den Ball an Bottrops U19-Torwart Tristan Tögemann vorbei legte – erneut Thiel vollendete zum Pausenstand (30.).

Spektakel nach der Pause mit vier Aluminiumtreffern

Durchgang zwei geriet endgültig zum Spektakel, das sich jetzt fast durchgehend vor dem Osterfelder Tor abspielte. Marcel Siweks Kopfball (50.) leitete eine berauschende Bottroper Viertelstunde ein, an deren Anfang der Ausgleich durch Thilo Grollmann stand – natürlich mit dem Schädel, der im Zweikampf kurz zuvor noch heftig lädiert wurde. In der Folge trafen Fortuna durch Siwek (54.), Grollmann (54.) und Pöschl (90.) sowie Osterfeld durch Joel Goldberg (63.) vier Mal das Aluminium – weshalb es mit dem 2:2 in die Verlängerung ging.

Dort belohnte sich der Gastgeber für das Dutzend Torchancen zuvor – ebenfalls per Blitzstart. Cem Sakiz netzte diesmal nach 51 Sekunden ein, Dominik Wenderdel erhöhte nach einer Ecke auf 4:2 (103.). Jegliche Osterfelder Comeback-Träume beendete Sakiz mit seinem zweiten Streich (107.), ehe Ralf Thiel per Traumtor den 5:3-Endstand erzielte.

Bericht: Bastian Rosenkranz/WAZ Bottrop