Die Rot-Weißen werden ihrer Favoritenrolle gerecht und setzen sich mit 5:1 bei Arminia Lirich durch. David Molitor trifft doppelt.

„Das war schon sehr gut und der Sieg war nie gefährdet. Von Beginn haben wir eine gute Einstellung gezeigt.“ Sebastian Stempel war mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Oberhausen mehr als nur zufrieden. „Enttäuscht“ war er eher über die Art und Weise, wie sich die Gastgeber präsentiert hatten.

„Für Abstiegskampf war das etwas wenig. Lirich war überhaupt nur gefährlich nach Standardsituationen. Aber das ist ja nicht meine Baustelle.“ Von seiner Baustelle kommen derzeit Erfolgsmeldungen: Im Bonusgeschäft stehen die Fortunen im Halbfinale, in der Liga sind sie auf bestem Wege, einen Top 5-Platz zu erreichen; Rang fünf ist nur noch zwei, Rang vier nur drei Punkte entfernt.

Kluger Schachzug von Sebastian Stempel

Arminia Lirich akzeptierte die Kräfteverhältnisse, die die Tabellensituation vorgab und zog sich weit zurück. Die Bottroper ergriffen das Angebot und spielten eine Reihe von Tormöglichkeiten heraus. David Molitor im Sturm spielen zu lassen, erwies sich als geglückte Maßnahme. Mit seinen Treffern in der 16. und 33. Minute sorgte er für die Pausenführung der Gäste.

Während seiner Kabinenansprache forderte Stempel eine Fortsetzung des bisher Gelieferten, seine Spieler taten ihm diesen Gefallen zunächst nicht. Lirich hatte eine gute Chance direkt nach Wiederbeginn und investierte nun mehr. Für die Fortunen ergaben sich dadurch Raum für Kontersituationen, nutzten diese Möglichkeiten aber nicht.

Erst in der Schlussviertelstunde fanden sie ihren spielerischen Ansatz wieder. Matthias Beckfeld brachte den Ball in die Mitte. Abnehmer Gino Pöschl spielte seinen Gegner aus und vollendete zum 3:0 (75.). Durch einen Kullerball nach einem Standard erzielte Lirich nur eine Minute später das 1:3. Die Fortuna kam aber nicht mehr aus dem Tritt. Nach Tim Strickerschmidts Freistoß nutzte Lennart Leipski die Unordnung in Arminias Defensive zum 4:1 (78.) und Marcel Siwek schloss einen Konter zum 5:1 ab (85.).

Bericht: WAZ Bottrop