Gegen bissige Mündelheimer zeigen die Bottroper Effizienz bei der Chancenverwertung. Durch den Sieg klettern sie auf Platz fünf.

Das Bezirksligateam des SV Fortuna Bottrop setzte seinen Lauf auch gegen den TuS Mündelheim fort; 5:1 (1:0) gewann die Mannschaft von Sebastian Stempel gegen die mitten im Abstiegskampf steckenden Duisburger. So klar und deutlich wie das Ergebnis suggeriert, war das Spiel auf Rheinbaben allerdings nicht abgelaufen.

„Wenn Danny Große-Beck nicht riesig pariert, geraten wir in Rückstand. Das war in der ersten Halbzeit ganz schwach. Die Führung zur Pause war unverdient, das Tor der einzige Lichtblick“, gab Stempel zu. „Die Tore nach dem Seitenwechsel spielen wir dann schön heraus. Trotzdem: Wichtig waren heute die drei Punkte, wir haben ja noch einiges vor, wollen noch ein paar Plätze gut machen.“

Danny Große-Beck verhindert frühen Rückstand

Zunächst hatten die Fortunen allerdings Entschlossenheit im Kampf um die Plätze vermissen lassen. Nach nur wenigen Minuten verhinderte Danny Große-Beck per Fußabwehr das 0:1. Aber auch dieser Schreckmoment vermochte die Fortunen nicht in die Spur zu bringen. Mit vermeidbaren Ballverlusten machten sie sich selbst das Leben schwer.

Einen zu diesem Zeitpunkt unerwarteten Kontrapunkt setzte Gino Pöschl (11.). Er spielte seinen Gegenspieler aus, nahm Maß und beförderte den Ball mit einem Distanzschuss in die lange Ecke des Mündelheimer Tores. Positive Effekte hatte dieser Glücksfall allerdings nicht. Das Spiel der Gastgeber blieb einfallsarm. Und sie konnten sich bei ihrem Torwart bedanken, der bei den guten Möglichkeiten Mündelheims nervenstark reagierte und den knappen Vorsprung verteidigte (20., 30.).

Die Fortuna agierte erst nach dem Seitenwechsel deutlich engagierter und verschaffte sich mehr Spielanteile. Die Qualität der Chancen nahm stetig zu. Doch erst in der 65. Minute fiel das 2:0. Marcel Siwek setzte sich auf der linken Seite durch und passte entlang der Grundlinie auf Dominik Wenderdel, der sich diese Vorlage nicht nehmen ließ.

TuS Mündelheim trifft erst in der Nachspielzeit

Die Fortunen erhöhten die Taktzahl: Tim Strickerschmidt setzte beim 3:0 Gino Pöschl in Szene (70.), drei Minuten später bediente er Dominik Wenderdel (73.). In der 75. Minute schloss Siwek eine sehenswerte Kombination zum 5:0 ab. Mündelheim trat in der Nachspielzeit mit dem 5:1 doch noch statistisch in Erscheinung.

Fortuna belegt nun Platz fünf, da Homberg gegen Hamborn verlor. Zudem spielte Adler Osterfeld gegen Arminia Lirich 5:5 und hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Bottroper. Sogar Rang drei ist nach dem 0:4 von Viktoria Buchholz gegen Dingden noch in Reichweite. „Nächste Woche gibt es also das Spitzenspiel bei Blau-Weiß Dingden“, stellte Fortunas Co-Trainer Sascha Bialas fest.

Bericht: Birgitt Schuknecht/WAZ Bottrop