Vor rund 100 Zuschauern auf Rheinbaben liefert Fortuna dem Landesligisten einen packenden Pokalfight. Erst in der Schlussphase macht Klosterhardt den Unterschied.
Es war ein Pokalabend, der aus Sicht des SV Fortuna Bottrop lange richtig Spaß machte und am Ende doch bitter endete. Unter Flutlicht auf Rheinbaben forderten die Rot-Weißen den klassenhöheren Landesligisten Arminia Klosterhardt über weite Strecken heraus. Nach einer starken ersten Halbzeit führte Fortuna sogar mit 2:1, musste sich am Ende aber mit 2:4 geschlagen geben. Eine Partie, die mehr Zuschauer verdient gehabt hätte.
Von Beginn an zeigten beide Mannschaften guten Fußball. Klosterhardt überzeugte mit schnellem Spielaufbau und gefährlichen Offensivaktionen. Fortuna hielt mit hoher Laufbereitschaft, taktischer Disziplin und cleverem Verschieben dagegen. Gegen die schnellen Arminen war das genau das richtige Mittel.
Auch vor dem Tor präsentierten sich die Hausherren zunächst äußerst effektiv. In der 10. Minute brachte Nick Sommer die Fortuna mit einem sehenswerten Schuss aus rund 18 Metern mit 1:0 in Führung. Der Landesligist antwortete in der 23. Minute, als ein individueller Fehler im Fortunen-Spielaufbau zum 1:1 führte.
Besonders Cedric Lohe zeigte eine starke Leistung und stellte sich den schnellen Angreifern der Gäste mehrfach erfolgreich entgegen. Kurz vor der Pause schlug Fortuna erneut zu: Nach einem Foulspiel verwandelte Ben Maarten Jansen in der 44. Minute einen Strafstoß sicher zum 2:1. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff hatten die Gastgeber allerdings Glück, als Klosterhardt nur den Pfosten traf.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Arminia den Druck. Die Gäste ließen den Ball schnell laufen und drängten Fortuna immer tiefer in die eigene Hälfte. Entlastungsangriffe wurden seltener, die Kräfte schwanden. In der 64. Minute nutzte Klosterhardt einen weiteren Fehler im Spielaufbau zum verdienten 2:2-Ausgleich.
Die eingewechselten Fortunen brachten zwar kurzfristig neue Energie, doch die Gäste blieben spielbestimmend. Fortuna kämpfte leidenschaftlich und hielt die Partie bis in die Schlussphase offen. Dann folgte der bittere Doppelschlag: In der 89. Minute ging Klosterhardt mit 3:2 in Führung, in der vierten Minute der Nachspielzeit fiel der Treffer zum 4:2-Endstand.
Damit war die Pokalüberraschung endgültig dahin. Der Sieg der Arminia ging aufgrund des Drucks in der zweiten Halbzeit in Ordnung. Dennoch darf Fortuna aus diesem Auftritt Mut schöpfen. Die Mannschaft hielt gegen einen Landesligisten lange stark dagegen, überzeugte durch Einsatz und mannschaftliche Geschlossenheit und machte dem Favoriten das Leben schwer. Umso bitterer war der Zeitpunkt der Entscheidung.
Lange bleibt den Rot-Weißen allerdings nicht, um das Pokal-Aus zu verarbeiten. Bereits am Sonntag wartet die nächste schwere Aufgabe: Fortuna gastiert beim Duisburger SV 1900, der als Tabellendritter zu den starken Mannschaften der Liga zählt.
Das Pokal-Aus schmerzt, die Leistung macht Mut. Jetzt gilt es, den Kopf oben zu behalten und sich am Sonntag für den Einsatz endlich wieder mit einem besseren Ergebnis zu belohnen.

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